LINK3-Speicher bildet das Herzstück der Anlage
Petra & Samira L. aus dem Westerwald haben sich schon vor Jahren dazu entschlossen, ihre ganz persönliche Energiewende zu gestalten: Neben einer großen Photovoltaikanlage haben die Pädagoginnen das gemeinsame Wohnhaus aus dem Baujahr 1993 mit einer modernen Wärmepumpe ausgestattet, um einen möglichst energieeffizienten Wärmekomfort zu genießen. Das thermohydraulische Herzstück der Heizungsanlage bildet der Hocheffizienz-Schichtenspeicher DUOLINK-Cool aus dem Hause LINK3. Er gewährleistet den wirtschaftlichen Betrieb der Luft/Wasser-Wärmepumpe, die immerhin eine Gesamtwohnfläche von 200 m² auf drei Etagen versorgen muss.

Die Hauseigentümerinnen setzen in technischen Fragen stets auf Pragmatismus. Ihr Motto lautet: „Erst die Informationen, dann die Entscheidung und schlussendlich die konsequente Umsetzung in der Praxis.“ Deshalb erwarben sie die repräsentative Immobilie im Jahr 2024 und planten, die bestehende Ölheizung zu „entsorgen“, um sie durch moderne Technik zu ersetzen.
Petra L. dazu: „Wir wollten uns möglichst autark von den stetig steigenden Energiekosten machen und zudem einen Beitrag zur CO2-Reduzierung und damit zum Klimaschutz leisten.“
Aus diesem Grund beschlossen die Lehrerinnen, umgehend eine großzügig dimensionierte PV-Anlage installieren zu lassen, die in der Spitze 13,9 kWpeak Stromleistung erzeugt. Ein 13-kWh-Stromspeicher und eine Wallbox für die E-Mobilität runden dieses Leistungspaket sinnvoll ab.
Informationsbeschaffung zur Heizungsumstellung


Um auch wärmeseitig auf der Höhe der Zeit zu sein, beschäftigen sie sich zudem gezielt mit der Wärmepumpentechnologie. Recherchen über bereits ausgeführte Projekte im Bekanntenkreis, Youtube-Videos und Gespräche mit Fachleuten überzeugten die Westerwälderinnen, dass eine zukunftssichere Umsetzung des Vorhabens problemlos möglich ist. Immerhin gilt es 200 m² Wohnfläche auf drei Etagen mithilfe einer Fußbodenheizung sowie diversen Heizkörpern über zwei Heizkreise zu erwärmen. Folgerichtig startete man in die detaillierte Planungsphase unter Einbeziehung eines Energieberaters.
In erster Linie galt es, die richtigen Partner für die Umsetzung des Projekts zu finden. Dabei stellte sich heraus, dass nicht nur der Einsatz einer leistungsfähigen Wärmepumpe sinnvoll ist, sondern auch ein hocheffizienter Schichtenspeicher die thermohydraulische Zentraleinheit bilden sollte.
Mit diesem Wissen machten sich die beiden Frauen mit Unterstützung der Energieberatung Stefan Holtschmidt auf die Suche nach geeigneten Komponenten. Neben der Wärmepumpe des Herstellers ATEC kam damit das Speichermodell DUOLINK-Cool aus dem Hause LINK3 zum Einsatz.
Speicherhydraulik im Detail
Das Besondere an der Speichertechnologie des österreichischen Unternehmens lässt sich wie folgt zusammenfassen: Im Innern des DUOLINK-Cool befinden sich drei strömungstechnisch entkoppelte Heizwasserzonen. Ein laminarer Austausch zwischen den Zonen ist damit möglich, jedoch werden Durchmischungen durch Turbulenzen zwischen den Temperaturzonen strikt unterbunden.

Der Trinkwasserwärmeübertrager wird in einem schmalen, wärmegedämmten Ringspalt geführt. Dadurch stellt die patentierte Technik von LINK3 eine speicherintegrierte Übertragertechnik dar, die auf jegliche Komponenten wie Pumpen, Ventile, Flussschalter, Regelung verzichtet.

Das kalte Trinkwasser fließt durch den Leitungsdruck unten in den Übertrager ein und erwärmt sich beim Hochsteigen. Im Gegenzug wird dadurch warmes Heizwasser abgekühlt und durch Ausnutzung der Schwerkraft nach unten gezogen. Die Nutzung thermodynamischer Prozesse und der Grundsätze der Strömungslehre ermöglicht eine beispiellose Schichtungsqualität mit Tiefenentladung – die sogenannte „LINK3-Gegenstrom-Tauschertechnik“.
Optimales Speicher-Modell
Der hier eingesetzte DUOLINK-Cool verfügt bei einem Volumen von 750 Litern über fünf Anschlusshöhen. Dadurch können unterschiedliche Wärmeerzeuger und -verbraucher unabhängig bedarfsbezogen miteinander kombiniert werden. Eine Durchmischung zwischen den Zonen kann nicht stattfinden. Der Druckverlust an Anschlüssen und die Wärmeübertrager bestimmen weitgehend die Einsatzgrenzen. Selbst bei Massenströmen bis 4 m³/h bleibt die LINK3-Technik schichtungstreu. Das garantiert einen effizienten Betrieb des Wärmeerzeugers. Die optimierte Hydraulik reduziert den Leistungsbedarf aller denkbaren Wärmezeuger durch höhere Effizienz. Darüber hinaus wird eine hohe Hygiene- und Betriebssicherheit erreicht. Mit nur 34 Liter Warmwasserinhalt ergibt sich ein optimaler Legionellenschutz.


Bilder: LINK 3, Deutschland
Gerade im Bestand spielt zudem der Platzbedarf eines derartigen Schichtenspeichers eine wesentliche Rolle. Der DUOLINK-Cool hat durch die kompakten Baumaße auch hier seine Vorteile. Mit einer Bauhöhe von 1.855 mm (Kippmaß ca. 1.910 mm) passt er selbst unter niedrige Kellerdecken. Der Einbring-Durchmesser von 790 mm ermöglich den Transport über enge Treppen und durch bestehende Heizraumtüren. Zudem integriert er ein wartungsfreies Ausdehnungsgefäß, welches ohne Membrane arbeitet. Dies reicht bis 60 °C im EFH-Bereich. Das minimiert den Platzbedarf sowie den Installations- und Wartungsaufwand erheblich.
Alle Anschlüsse befinden sich unten am Speicher. Somit werden keine Thermosiphonanschlüsse benötigt und die Dämmschicht (Isolierung EEKI B 78 W) wird nicht unterbrochen. Dies reduziert den Wärmeverlust erheblich. Im hier geschilderten Fall beträgt der Temperaturverlust zwischen 22.00 und 8.00 Uhr nur ca. 1 K. Zudem liefert diese Technik eine bemerkenswerte Möglichkeit, den Stromverbrauch einer Wärmepumpe deutlich zu verringern. Im Vergleich zu Hydraulikvarianten herkömmlicher Puffer-Warmwasserspeicher wird die Energieeffizienz um bis zu 30 % erhöht. Dies wurde von drei renommierten Instituten, dem SPF Rapperswil und WPZ Wärmepumenzentrum Buchs sowie der Hochschule Düsseldorf HSD-ZIES, in verschiedenen Versuchsreihen nachgewiesen.
Quintessenz
Das Heizungssystem im Gebäude der Bauherrinnen konnte mit dem Speicher von LINK3 in Kombination mit der Wärmepumpe auf idealtypische Weise in einen energetisch optimierten Zustand gebracht werden. Die Umbaumaßnahmen wurden durch das Gebäude-Energiegesetz (GEG) mit einem Zuschuss in Höhe von 50 % unterstützt.
Dank der Verbindung von Schichtenspeicher, Stromspeicher und Wärmepumpe erreicht das Betreiberpaar aus Daubach einen Autarkiegrad, der sich bei etwa 80 % einpendeln dürfte. Hinzu kommt ein sicherer Heizkomfort sowie eine hohe Schüttwarmwassermenge, die bei ca. 390 Liter liegt – bei einer Speichertemperatur von 65 °C mit einer Dauerzapfleistung bis zu 22 l/min. Eine enorme Leistung, der selbst die anspruchsvollen Hausbesitzerinnen respektvoll begegnen.
Bautafel
• Objekt: Wohnhaus mit 200 m² Wohnfläche
• Bauherren: Petra & Samira L., 56412 Daubach
• Baujahr: 1993
• Modernisierung: Juli 2025
• Energieberatung: SHO Energieberatung Stefan Holtschmidt, 58636 Iserlohn, https://www.s-h-o.de
• Eigenstromversorgung: PV-Anlage 13,9 kWpeak, Speicher 13 kWh, Wallbox 11 kW
• Wärmepumpe: ATEC eHEAT, Luft-/Wasser-Monobloc 4,9 – 12,5 kW, COP 3,8 (lt. EN12102 – A2W35)
• Speichertechnologie: LINK3 GmbH, 5412 Puch bei Hallein (Austria), www.link3.at
Info → LINK3
