Fit machen für den künftigen Markt

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Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), und Ulrich Marx, ZVDH-Hauptgeschäftsführer (rechts)
Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) ist offizieller Transferpartner im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH).

Damit kann der Dachdeckerverband seine Innungsbetriebe noch besser unterstützen, wenn es darum geht, wirtschaftliche und technische Potenziale im Rahmen der Digitalisierung zu erschließen:

Der Verband erhält Zugang zu einer Fülle von Informationen und ist eingebunden in ein bundesweit aufgestelltes digitales Netzwerk mit ganz unterschiedlichen Partnern.

Digitales Dachdeckerhandwerk

Auf der Wunschliste der Dachdecker stehen Drohnen mit einem integrierten Kalkulationsprogramm und Angebotserstellung ganz oben, gefolgt von Apps zur Gefährdungsanalyse und Zeiterfassung. Aktiv genutzt werden bereits Online-Bestellsysteme, digitale Kunden- und Bauakten sowie digitale Tools zur Abrechnung. Dies ergab eine Umfrage, die der Verband Mitte des Jahres unter seinen rund 7 000 Mitgliedsbetrieben durchführte.

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ZVDH-Vizepräsident Michael Zimmermann ist beim Dachdeckerverband für den Bereich Digitalisierung zuständig
Bilder: ZVDH

ZVDH-Vizepräsident Michael Zimmermann erläutert: „Die Antworten der Dachdeckerbetriebe zeigen aber auch, dass eine große Unsicherheit beim Einsatz der neuen Technologien herrscht: Man fürchtet hohe Kosten, mehr Zeitaufwand bei schwer einschätzbarem Nutzen und sieht Probleme beim Datenschutz. Hier wollen wir die Betriebe mit praxistauglichen Instrumenten unterstützen und Ängste nehmen. Daher freuen wir uns, als Partner im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk auf ein bundesweites Netzwerk zugreifen zu können, das unseren Innungsbetrieben zugute kommt, zum Beispiel bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten im eigenen Betrieb.“

Kompetenzzentrum Digitales Handwerk

Das Handwerk ist mit mehr als einer Million Betrieben ein zentraler Teil der deutschen Wirtschaft. Die ausgeprägte Kundenorientierung spiegelt sich auch in maßgeschneiderten handwerklichen Produkten und ergänzenden Dienstleistungen wider. Durch den digitalen Wandel wird es allerdings nun zunehmend auch der Industrie ermöglicht, Produkte und Dienstleistungen kundenindividuell zu fertigen und somit klassische Marktsegmente des Handwerks zu bedienen.

Das Handwerk gerät daher unter steigenden Wettbewerbsdruck.  Zimmermann ergänzt: „Daher wollen wir unsere Betriebe fit machen, damit sie auch künftig am Markt bestehen können. Und wir wollen die Digitalisierung aktiv mitgestalten und nicht zum Werkzeug derselben werden. Die Frage ist ja nicht, ob iPad oder Schieferhammer, sondern wie beides zusammengeht.“

Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) unterstützt den handwerklichen Mittelstand bei der digitalen Transformation. Es liefert Entscheidungsträgern und Experten des Handwerks Informationen sowie Qualifikationsangebote und Praxisbeispiele, die in fünf sogenannten Schaufenstern an fünf Standorten bundesweit gezeigt werden.

Info → Handwerkdigital

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