Hochwertige Rohrleitungen

Boutique-Hotel und Wohnanlage in Dresden
Kunst und Kultur in Dresden zieht viele Gäste an – mit positiven Auswirkungen auf die Hotelszene. Im Bereich der inneren Altstadt, in der Nähe zum Zentrum der Elbmetropole, wurde im November 2018 das neue Boutique-Hotel Indigo eröffnet.
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Bild 1: Eine klar gegliederte Fassade prägt die Außenansicht des Hotels Indigo

Direkt daneben entstand auch eine moderne Wohnanlage. Für beide Bauvorhaben lieferte Sanha die Rohrleitungssysteme für Heizung und Trinkwasser.

Start für kulturelle Streifzüge

Gegenüber dem Dresdner Kulturkraftwerk Mitte, einem Kunst-, Kultur-, und Kreativstandort der Stadt, ließ die InterContinental Hotels Group das vierte Indigo-Hotel  (Bild 1) errichten. Nur 10 Gehminuten sind es vom Wettiner Platz zu den historischen Sehenswürdigkeiten wie Semper-Oper oder Zwinger.

Die Pläne für den Neubau entwarf das Architekturbüro MPP Meding Plan + Projekt. Insgesamt wurden 4 900 m² Bruttogeschossfläche auf acht Geschossen errichtet. Das 4-Sterne-Hotel verfügt über 132 Zimmer, die sich elegant und gut ausgestattet präsentieren (Bild 2).

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Bild 2: Die elegante Ausstattung der Hotelzimmer umfasst die farbliche Gestaltung ebenso wie die Funktionselemente
Bild: Kitzig Design Studios/Pics by Christian Laukemper

Das Konzept folgt auch in diesem Boutique-Hotel der Maxime, die regionalen Bezüge aufzunehmen. Umgesetzt wurde die gesamte Innenarchitektur von Kitzig Interior Design aus Lippstadt, wobei reizvolle Kontraste zwischen rauem Industriecharme und Barockelementen entstanden.

Auf dem Projektgrundstück von ca. 6 700 m² Größe war neben dem Hotel Platz für eine Wohnbebauung. Hier wurde der zweite Bauabschnitt realisiert, bestehend aus einem siebengeschossigen Wohnriegel sowie drei im Hinterhof liegenden Punkthäusern.

Insgesamt hat man 169 unterschiedlich große Wohnungen sowie ca. 1 200 m² Einzelhandelsfläche und eine Tiefgarage für 153 Pkw errichtet.

Zeitgemäße Gebäudetechnik

Der Komplex zeichnet sich durch seine moderne Technik und hochwertige Ausstattung aus. In der Wohnbebauung zählen dazu die barrierearme Gestaltung der Wohneinheiten, schicke Bäder, Fußbodenheizung und kontrollierte Wohnungslüftung.

Die Beheizung erfolgt durch Fernwärme der Drewag-Netz GmbH. Dazu wurden Übergabestationen in den Technikräumen des Hotels bzw. in den einzelnen Wohngebäuden installiert.

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Bild 3: Platz sparen – durch möglichst im Nullabstand installierte Komponenten

Die Versorgung mit Trinkwasser wurde in den Wohneinheiten mit Hilfe von mehreren zentralen Anlagen umgesetzt. An jedem Brauchwasserspeicher hat man jeweils eine Legionellenschaltung programmiert. Außerdem werden die bei zentralen Anlagen erforderlichen Probeentnahmen und Prüfungen umgesetzt.

Ein wichtiger Teil der Gebäudetechnik ist die Verrohrung (Bild 3) für alle Medien, insbesondere für Trinkwasser und Heizung. Sowohl Hotelgäste als auch die späteren Nutzer der Wohneinheiten erwarten gesundheitlich einwandfreie, sichere und störungsfreie Installationen.

Edelstahl für Trinkwasserinstallation

Der sensible Bereich der Trinkwasserinstallation wurde mit dem Rohrsystem NiroSan umgesetzt (Bild 4). Dabei handelt es sich um eine hochwertige Produktreihe aus Edelstahl. Das System besteht aus Pressfittings mit einer Formteildichtung aus EPDM und den optimal darauf abgestimmten Systemrohren.

Alle Pressfittings werden aus den Werkstoffen 1.4404 (für die Formteile) und 1.4408 (für die Gewindeteile, in Edelstahlfeinguss) gefertigt. Der Werkstoff 1.4404 enthält mindestens 2,3 % Molybdän und weist einen geringeren Kohlenstoffanteil als der konventionelle Werkstoff 1.4401 auf. Damit überzeugt er durch seine deutlich höhere Korrosionsresistenz.

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Bild 4: Eine sichere Trinkwasserinstallation wurde mit dem System NiroSan umgesetzt

Das NiroSan-Presssystem verfügt über alle Prüfungen und ist von allen namhaften europäischen Zertifizierungsstellen zugelassen.

Das Produktportfolio umfasst die Dimensionen von 15 bis 108 mm, als maximaler Betriebsdruck wird 16 bar angegeben. Neben der hohen Qualität punktet NiroSan durch seine flexiblen Einsatzmöglichkeiten bis hin zum Biegen, was durch das Herstellverfahren mit WIG-Schweißung und der daraus resultierenden homogenen und flexiblen Schweißnaht sehr viel besser möglich ist.

Bei der Verarbeitung wurde konsequent darauf geachtet, Rohröffnungen bei jeder Arbeitsunterbrechung zu verschließen. Diese Sorgfalt ist aus Gründen der Hygiene unerlässlich, denn eingetragene Schmutzpartikel würden später zwangsläufig zu Problemen führen.

Zum Einsatz kamen NiroSan-Produkte in den Dimensionen zwischen 15 und 88,9 mm.

C-Stahl für Heizung

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Bild 5: Für die Heizungsverrohrung wie hier in der Verteilung wurde Sanha-Therm genutzt

Das Rohrleitungssystem besteht aus bewährten Pressfittings mit einer schwarzen Formteildichtung aus EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) und C-Stahl-Rohren nach DIN EN 10305-3. Es wird häufig als wirtschaftliche Lösung für geschlossene Heizungsinstallationen eingesetzt, so auch im Hotel Indigo (Bilder 5 und 6) und in der Wohnanlage.

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Bild 6: Das Rohrleitungssystem Sanha-Therm gilt als wirtschaftliche Lösung für die Heizung

Auch durch die unverzinkte Innenfläche eignet es sich besonders für den Heizungsbereich, denn es besteht keine Gefahr der Pumpenverschmutzung.

C-Stahl-Rohre und -Fittings unterliegen besonderen Bedingungen in Bezug auf Korrosion. Bei der Lagerung und Verarbeitung war darauf zu achten, dass das Material trocken blieb.

Die Pressfittings der Serie sind außen durch einen roten Punkt gekennzeichnet. Die zugehörigen Rohre lassen sich durch eine längslaufende rote Markierung (Strich und Schriftzug „SANHA-Therm“) gut erkennen. Damit wird einer Verwechslung auf der Baustelle vorgebeugt.

Das Material liegt in den Nennweiten von 12 bis 108 mm vor, inklusive 67 mm. Der maximale Betriebsdruck wird mit 16 bar angegeben, die Betriebstemperatur darf zwischen -30 °C und 120 °C liegen. Sanha-Therm verfügt über alle wichtigen Zertifizierungen.

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Bild 7: Übergang von einem Passstück zum SanhaTherm-System für den Einsatz eines Wärmemengenzählers

Bei den Bauten am Wettiner Platz wurden alle Größen von 15 bis 108 mm eingesetzt. Eine lösbare Verbindung mittels Flansch wurde gewählt, damit der Übergang auf ein Passstück zum SanhaTherm-System für den Einbau eines Wärmemengenzählers installiert werden konnte (Bild 7). So wird der gesetzlich vorgeschriebene Tausch des Messgerätes ermöglicht. Zwischen den Flanschen befindet sich eine Absperrklappe.

Vorteile durch combipress

Bei der Installation der Gewerke Heizung und Trinkwasser wurden rund 3 200 m Rohr und ca. 1 500 Formstücke verarbeitet. Um bei jedem einzelnen Schritt eine ordnungsgemäße Verarbeitung zu erzielen, konnten die SHK-Fachleute auf die Vorteile von combipress bauen:

Die Verarbeitung der Rohre und Fittings wird dabei durch die Eigenschaften Universalkontur, Gleithaftung und „Unverpresst undicht“ wesentlich vereinfacht, die Verarbeitungssicherheit wird gesteigert.

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Bild 8: Nach der Druckprüfung wurden alle Rohre vorschriftsmäßig gedämmt
Bilder 1, 3-8; Sanha, Essen

Vorhandene Werkzeuge mit unterschiedlichen Original-Presskonturen (V, M und SA) lassen sich bis einschließlich 54 mm problemlos verwenden. Für größere Dimensionen können die Originalkonturen SA und M genutzt werden.

Für den Handwerker bedeutet dies beim Verpressen eine leichtere Handhabung und mehr Sicherheit, denn durch die Universalkontur sind Schaden verursachende Verwechslungen von Pressbacken auf der Baustelle faktisch ausgeschlossen.

Zudem legte die Bauhof West GmbH Wert auf weitere Schritte, die ein Monteur auszuführen hatte: So musste jeder Verarbeiter seine Pressungen markieren.

Aufgrund der „Unverpresst undicht“-Funktion war es möglich, schnell die wenigen Pressstellen zu finden, die noch nicht abgearbeitet worden waren.

Nach der Druckprüfung bzw. nach den abschließenden Pressvorgängen konnten die Bauabschnitte sukzessive für die Dämmung (Bild 9) freigegeben werden.

Fazit

Das Hotel Indigo verzeichnet seit seiner Eröffnung  eine steigende Gästezahl, die Wohnanlage ist fertigstellt. In beiden Gebäuden hat Sanha mit seinen Rohrleitungssystemen einen wichtigen Anteil an der Ausstattung, die auf Sicherheit und Langlebigkeit ausgerichtet ist.

Insbesondere die Trinkwasserverrohrung gilt als sensibler Bereich, der hohen Anforderungen gerecht werden muss. Das bleifreie System NiroSan erfüllt diese und punktet wie Sanha-Therm für die Heizungsverrohrung zudem mit der schnellen und einfachen Verarbeitung.

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Das Hotel Indigo zeigt sich mit einer ungewöhnlichen Innenarchitektur, die Kontraste zwischen Barock und Industrie aufnimmt
Bild: Kitzig Design Studios/Pics by Christian Laukemper

Bautafel

Objekt:  Hotel in Dresden

Bauherr:  InterContinental Hotels Group

Baujahr:  2017/2018

Architekt:  MPP MEDING PLAN + PROJEKT GmbH, 22085 Hamburg, www.mpp.de

Innenarchitekt:  Kitzig Interior Design, 59555 Lippstadt, www.kitzig.com

Ausführung SHK:  Bauhof West GmbH, 01139 Dresden, www.bauhof-west.de

Installationssysteme:  NiroSan für Trinkwasser, Sanha-Therm für Heizung

Hersteller:  Sanha GmbH, 45219 Essen, www.sanha.com

 

Autorin

Marion Paul-Färber ist Fachjournalistin im PR-Büro Dieter Last, Osnabrück.

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