Sanierung mit System: Moderne Gebäudetechnik für historische Bausubstanz

Die Sanierung und Umnutzung von Bestandsgebäuden gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ob aus Gründen der Nachhaltigkeit, des Flächensparens oder des Erhalts historischer Architektur: Vielerorts entstehen neue Nutzungen in bestehenden Gebäuden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Barrierefreiheit, Brandschutz, Energieeffizienz und Nutzerkomfort. Wie sich sensible historische Bausubstanz und moderne Gebäudetechnik erfolgreich in Einklang bringen lassen, zeigt die Umnutzung der ehemaligen Hogere Burgerschool (HBS) im niederländischen Kampen: Das über 140 Jahre alte Schulgebäude wurde zu einem modernen Wohn- und Pflegekomplex umgebaut.

Technik integrieren, ohne den Charakter des Gebäudes zu verändern

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Bei der Sanierung der ehemaligen Hogere Burgerschool (HBS) im niederländischen Kampen wurden die Anforderungen des Denkmalschutzes und moderne Gebäudetechnik von GEZE erfolgreich in Einklang gebracht

Historische Bestandsgebäude bringen selten standardisierte Voraussetzungen mit. Unterschiedliche Bauteile, individuelle Fenstergeometrien und denkmalrechtliche Auflagen verlangen objektspezifische Lösungen. Gleichzeitig müssen moderne Anforderungen an Sicherheit, Bedienkomfort und Gebäudebetrieb erfüllt werden. Bereits in einer frühen Projektphase unterstützte GEZE deshalb Architekten, Fachplaner und die ausführenden Unternehmen bei der Entwicklung eines technischen Gesamtkonzepts. Gemeinsam wurden passende Tür- und Fensterlösungen ausgewählt, objektspezifische Anpassungen entwickelt und die Integration in die bestehende Gebäudestruktur geplant. Die enge Abstimmung aller Beteiligten trug dazu bei, technische Anforderungen frühzeitig zu berücksichtigen und den Planungs- sowie Bauablauf effizient zu gestalten.

Eine besondere Herausforderung stellten die charakteristischen Rundbogenfenster des historischen Gebäudes dar. Viele befinden sich in großer Höhe und wären für die künftigen Bewohner ohne technische Unterstützung kaum erreichbar gewesen. Gleichzeitig durfte die historische Fensterarchitektur weder optisch noch konstruktiv verändert werden.

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Die schlanken Slimchain Fensterantriebe fügen sich nahezu unsichtbar in die historischen Rundbogenfenster ein und ermöglichen eine automatisierte Steuerung über das KNX-basierte Gebäudemanagement

Zum Einsatz kamen daher schlanke Fensterantriebe vom Typ Slimchain, die sich nahezu unsichtbar in die bestehende Konstruktion integrieren lassen. Auch die Leitungsführung wurde individuell an die Gegebenheiten angepasst. Die Fenster sind heute in das KNX-basierte Gebäudemanagement eingebunden und lassen sich automatisiert oder manuell steuern. Temperatur- und Luftqualitätswerte können ebenso berücksichtigt werden wie individuelle Lüftungsszenarien. Dadurch ergeben sich ein hoher Nutzerkomfort und ein energieeffizienter Gebäudebetrieb.

Barrierefreiheit und Sicherheit gemeinsam denken

Neben der Fensterautomation spielte auch die Türtechnik eine zentrale Rolle. Insbesondere in Wohn- und Pflegeeinrichtungen trägt sie wesentlich dazu bei, Gebäude komfortabel, sicher und möglichst selbstständig nutzen zu können. Automatische Drehtürantriebe erleichtern nun den Bewohnerinnen und Bewohnern, Besuchenden und Pflegepersonal den täglichen Zugang. Funktionen wie Servo-Unterstützung, Hinderniserkennung oder automatische Reversierung erhöhen gleichzeitig Komfort und Sicherheit. Ergänzt wird das System durch motorische Verriegelungen sowie die Einbindung in die Gebäudeautomation.

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Automatische Türsysteme von GEZE erleichtern Bewohnern und Pflegepersonal den Alltag durch komfortables Öffnen und eine zuverlässige Hinderniserkennung

Darüber hinaus übernimmt die automatisierte Fenstertechnik weitere Funktionen. Sie unterstützt die natürliche Lüftung und ist zugleich Bestandteil des Rauch- und Wärmeabzugs. So lassen sich mehrere Anforderungen an Komfort, Energieeffizienz und vorbeugenden Brandschutz in einem integrierten System zusammenführen – ein entscheidender Vorteil insbesondere bei anspruchsvollen Sanierungsprojekten.

Planungskompetenz wird zum Erfolgsfaktor

Dass solche maßgeschneiderten Konzepte gelingen, liegt nicht zuletzt an der ganzheitlichen Projektbegleitung durch GEZE. Da bei anspruchsvollen Sanierungen die reine Produktauswahl selten ausreicht, unterstützt das Unternehmen Architekten, Planer und Handwerker über alle Phasen hinweg – von der ersten Beratung über die technische Fachplanung bis zur Inbetriebnahme. Diese kontinuierliche Einbindung erleichtert die Koordination der verschiedenen Gewerke, schafft Planungssicherheit für alle Beteiligten und stellt sicher, dass auch komplexe Bauvorhaben wirtschaftlich und termingerecht realisiert werden.

 

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Über die Einbindung in das KNX-basierte Gebäudemanagement lassen sich individuelle Lüftungsszenarien flexibel steuern sowie Temperatur- und Luftqualitätswerte vollautomatisch berücksichtigen
Bilder: GEZE Benelux B.V.

Das Projekt in Kampen zeigt exemplarisch, wie sich historische Bausubstanz und moderne Gebäudetechnik miteinander verbinden lassen. Durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten konnten die Anforderungen des Denkmalschutzes ebenso erfüllt werden wie die Ansprüche an Barrierefreiheit, Sicherheit, Komfort und einen energieeffizienten Gebäudebetrieb. Damit wird deutlich, dass integrierte Tür-, Fenster- und Gebäudesysteme heute einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Bestandsgebäude langfristig nutzbar zu machen und für zukünftige Anforderungen zu rüsten.

Info → GEZE