Umweltfreundliche Kältetechnik bei Woolworths

Fortschrittliche Kohlendioxidmonitoren für neue natürliche Kühlsysteme
Die australische Woolworths Group beschäftigt über 205 000 Mitarbeiter und hat jährlich 900 Millionen Kunden. Im Zuge seiner Nachhaltigkeitsstrategie 2020 hat sich das Unternehmen dazu verpflichtet, natürliche Kältemittel einzuführen und den Kältemittelaustritt in den Filialen um 15 % des Kohlendioxidäquivalents unter das Niveau von 2015 zu verringern.

Als natürliches Kältemittel eignet sich Kohlendioxid (CO₂), denn es ist ungiftig, nicht brennbar, geruch- und farblos. Hohe Konzentrationen können jedoch zu Bewusstlosigkeit und sogar zum Tod führen. Daher ist aus Sicherheitsgründen und zur schnellen Erkennung möglicher Leckagen eine genaue und zuverlässige Überwachung unerlässlich.

Da Woolworths den Einsatz natürlicher Kältemittel in seinen Filialen ausweitet, benötigte das Unternehmen und sein Kühlkettenpartner Emerson daher einen genauen und zuverlässigen CO₂-Monitor, der diese wichtige Rolle erfüllen kann.

Globale Umstellung auf natürliche Kältemittel

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Woolworths setzt in seinen Filialen auf natürliche Kühlsysteme

Synthetische Kältemittelgase werden seit vielen Jahrzehnten in einer Vielzahl von Industrieanwendungen eingesetzt. Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) verursachten jedoch Schäden an der Ozonschicht und wurden gemäß dem Montrealer Protokoll von 1987 ausgemustert.

Die Produktion von teilhalogenierten Fluorchlorkohlenwasserstoffen (H-FCKW) stieg danach weltweit an, da sie für das stratosphärische Ozon weniger schädlich sind.

H-FCKW sind jedoch sehr starke Treibhausgase, weshalb Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) immer beliebter wurden. Trotzdem haben die meisten H-FCKW und FKW ein um das Tausendfache höheres Treibhauspotenzial als Kohlendioxid.

Daher haben viele Länder den Einsatz von FKW gesenkt, und der Kigali-Zusatz (2018) zum Montrealer Protokoll soll eine weltweite Einstellung von FKW herbeiführen. Infolgedessen wird die Einführung natürlicher Kältemittel wie Kohlendioxid nachdrücklich forciert.

In Australien und Neuseeland ist die Woolworths Group führend bei der Umstellung auf Kältemittel mit einem deutlich niedrigeren Treibhauspotenzial. Luke Breeuwer, Senior Commissioner von Woolworths, erklärt: „Ich bin der Meinung, dass letztendlich die gesamte Supermarktkältetechnik auf transkritisches CO₂ umgestellt wird, es sei denn, es wird eine bessere Methode erfunden. Die CO₂-Kältetechnik hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert.“

Die Umstellung auf transkritische CO₂-Kühlsysteme ist mit einem erheblichen Kapitalaufwand verbunden, wodurch die Umstellung in anderen Supermärkten langsamer vorangehen könnte. Luke Breeuwer dazu: „Unsere Finanzabteilung macht Druck, die neuen Systeme einzuführen. Nicht nur, um Vorteile für die Umwelt zu erzielen, sondern auch, um sicherzustellen, dass wir nicht auf Kältetechnikanlagen sitzen bleiben, die in Zukunft nicht mehr gewartet werden können. Die Kapitalkosten der Initiative werden ausgeglichen, indem diese neue Technologie auch zur Heizung der Filialen eingesetzt wird.“

Überwachung von Kohlendioxid

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Die Kohlendioxidsonden GMP252 von Vaisala schützen die Gesundheit und Sicherheit von Kunden, Mitarbeitern und Vertragspartnern
Bilder: Woolworths, Heidelberg, Victoria, Australien

Um die Gesundheit und Sicherheit von Kunden, Mitarbeitern und Vertragspartnern zu schützen, wären in einer herkömmlichen Filiale etwa sechs CO₂-Sensoren erforderlich. Bei Filialen mit transkritischer CO₂-Kältetechnik sind jedoch in der Regel 24 oder mehr Sensoren erforderlich.

Die Wahl fiel nach einer erfolgreichen Testphase auf die Carbocap® Kohlendioxidsonden GMP252 von Vaisala, die in die Gebäudemanagementsysteme von Woolworths integriert wurden.

Der intelligente Kohlendioxidsensor wurde speziell für raue und feuchte Umgebungen entwickelt, in denen stabile und genaue CO₂-Messungen erforderlich sind.

Neben der Messung von CO₂ ermöglicht ein elektrisch abstimmbarer mikromechanischer Filter eine Referenzmessung bei einer Wellenlänge, bei der keine Absorption auftritt.

Die Referenzmessung kompensiert mögliche Änderungen der Lichtquellenintensität sowie Verunreinigung im Lichtweg. So ist der Sensor über die Zeit extrem stabil. Die Sonde kompensiert zudem automatisch Temperatur, Druck, Sauerstoff und Feuchte.

Mit einem Betriebstemperaturbereich von −40 bis +60 °C kann der Sensor CO₂ zwischen 0 und 10 000 ppm genau und bis zu 30 000 ppm mit reduzierter Genauigkeit messen.

„Die Hauptvorteile sind Zuverlässigkeit, geringer Wartungsbedarf und die MODBUS-Kommunikationsfunktion, womit wir den Verkabelungsaufwand erheblich verringern können. Außerdem ist Flexibilität wichtig, da wir die Vaisala Sensoren auch in den Filialen einsetzen, um sicherzustellen, dass der CO₂-Gehalt nicht übermäßig ansteigt. Dies erreichen wir durch die Verwendung von Überwachungsdaten, um die Frischluftzufuhr automatisch zu regeln und zu verbessern“, erklärt Breeuwer.

Blick in die Zukunft

Woolworths hat die Rolle natürlicher Kältemittel in seiner Nachhaltigkeitsstrategie klar zum Ausdruck gebracht. Vor zwei Jahren gab es im Konzern noch keine transkritischen CO₂-Filialen. Inzwischen wurde die neue Technologie in sieben Filialen eingeführt und im kommenden Jahr sollen bis zu ein Dutzend größtenteils großstädtische Filialen folgen.

Luke Breeuwer fasst zusammen: „Durch die Nutzung von CO₂ in unseren Kühlsystemen tragen wir dazu bei, sowohl Treibhausgasemissionen als auch Betriebskosten zu senken. Eine zuverlässige CO₂-Überwachung spielt eine überaus wichtige Rolle, um Mitarbeiter und die Öffentlichkeit zu schützen und gleichzeitig Leckagen zu erkennen und zu reduzieren.“

InfoVaisala