Verlegung von Fußbodenheizungen

Patentgeschützte Noppenplatte mit geringer Aufbauhöhe ermöglicht einfache Nachrüstung in Altbauten
Immer mehr Hausbesitzer entschließen sich zu einer Modernisierung ihrer Immobilie durch eine Fußbodenheizung, um den Wohnungskomfort zu erhöhen. Durch die gleichmäßige Wärmeverteilung können auf diese Weise auch die Heizkosten deutlich reduziert werden.

„Zahlreiche Bewohner von Altbauten wünschen sich eine moderne Fußbodenheizung“, berichtet Dipl.-Ing. (FH) Thomas Künkler, technischer Leiter der Giacomini GmbH. „Allerdings kann durch eine solche Modernisierung die Aufbauhöhe des Bodens zunehmen. In der Folge müssen manchmal ganze Räume aufwendig an die neue Größe angepasst und beispielsweise Türen angeglichen werden.“

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Bild 1: Noppenplatte mit geringer Aufbauhöhe, die insbesondere für Modernisierungen geeignet ist

Um diesen Problemen entgegenzuwirken, haben die Spezialisten für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik aus Waldbröl die R979S so konstruiert, dass sie eine möglichst geringe Höhe von 22 mm aufweist.

Dadurch wird die Installation einer Fußbodenheizung bei bereits bestehenden Gebäuden vereinfacht und Folgekosten werden reduziert.

Patentierte Geometrie vereinfacht Modernisierungen

Bei der Noppenplatte von Giacomini handelt es sich um ein Dünnschichtsystem (Bild 1), das durch die geringe Aufbauhöhe oft bei Renovierungen eingesetzt wird und sich für die Verlegung von Kunststoffheizrohren mit einem Durchmesser von 16 – 18 mm eignet. Die R979S besteht aus belastbarem Polypropylen und ist somit besonders temperaturbeständig.

„Bisher werden Noppenplatten häufig aus warmgeformtem tiefgezogenen Kunststofffolien hergestellt. Dies hat allerdings den Nachteil hat, dass diese Folien seitens des Herstellers gelocht werden müssen, damit der Fließestrich in die Noppen eindringt.

Da diese Öffnungen sehr klein sind, kann es passieren, dass sich Luftblasen in der Noppe bilden, die dann ohne aufwendiges Nacharbeiten nicht entweichen können, was wiederum eine Schwächung des Bodenaufbaus zur Folge haben kann“, erklärt Künkler. „Unser Spider-System hingegen wird als Spritzgusskomponente gefertigt, die durch diese Herstellungsform stabiler ist.“

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Bild 2: Üblicherweise muss der Fließestrich mit Gitterwalzen nachträglich bearbeitet werden, um Luftblasen in den Noppen zu beseitigen. Dank der patentierten Noppengeometrie über ein dreidimensionales spinnenartiges Netz entfallen diese Nacharbeiten

Dank der patentierten Noppengeometrie des dreidimensionalen spinnenartigen Netzes (Bild 2) werden die Rohre bei der Verlegung stabil in ihrer Position gehalten. Zusätzlich ermöglicht sie eine optimale Verteilung der Gussmasse.

„Üblicherweise muss der Fließestrich bei der Verlegung mit Stachelwalzen bearbeitet werden, um Luftblasen, die sich in den Noppen gebildet haben, zu beseitigen“, erläutert Künkler. „Diese aufwendigen Arbeiten entfallen bei der R979S. Durch die offene Struktur der Noppen kann der Estrich besonders leicht einfließen und verteilt sich optimal auf dem Boden.“

Außerdem sorgt die Geometrie der Ausstülpungen dafür, dass ein schwimmender Estrich mit einer Überdeckung von nur 3 mm über der Noppenoberkante benötigt wird. Dabei sind allerdings die Verlegerichtlinien der Estrich- und Vergussmassehersteller zu beachten. Dies verringert die Aufbauhöhe im Vergleich zu anderen Systemen.

Da Altbauten üblicherweise durch ihre schwierigen Raumverhältnisse eine große Flexibilität der Werkmaterialien erfordern, wurde zusätzlich bei der Entwicklung der R979S darauf geachtet, dass sie besonders einfach zugeschnitten werden kann.

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Bild 3: Die Stege der R979S lassen sich leicht mit Saitenschneider oder Kombizange durchtrennen

Die Stege der Noppenplatte sind einerseits widerstandsfähig gefertigt, andererseits jedoch so dünn, dass sie sich leicht mit einer Kombizange oder einem Saitenschneider auftrennen lassen (Bild 3). Dadurch ist eine optimale Anpassung an jede Raumgeometrie möglich

Flexible Noppenplatte in verschiedenen Varianten

Die R979S wird bisher in drei unterschiedlichen Ausführungen angeboten (Bild 4), die sich für verschiedene Verwendungszwecke eignen: Beispielsweise ist die Y001 eine selbstklebende Verlegeplatte, die direkt auf eine stabile, tragfähige und vom Staub befreite Bodenoberfläche aufgeklebt werden kann. Sie ist für jede Art von Renovierungsbedarf geeignet, wenn eine geringe Aufbauhöhe von Vorteil ist.

Die Y011 ist eine weitere Variante, die sich einer Befestigung über ein Stecksystem auf einer bauseitigen elastischen Dämmung bedient. Dies ist bei einer bereits vorhandenen Isolation nützlich, da die integrierten Befestigungsstifte das Kombinieren beider Systeme ermöglichen.

Das Modell Y021 mit einer integrierten Unterdämmung aus Polystyrol eignet sich wiederum für eine thermische Entkopplung von Beton oder Estrich, wenn sich der Raum beispielsweise oberhalb eines Kellerraums befindet und verhindert werden muss, dass die Wärme zunächst in die Geschossdecke aus Beton fließt.

„Dabei handelt es sich allerdings weder um eine Trittschall- noch um eine Wärmedämmung im Sinne der Energieeinsparverordnung“, ergänzt Künkler. „Ist eine Wärmedämmung erforderlich, kann sie durch eine Perimeterdämmung auf der Unterseite der Decke ermöglicht werden. Für eine solche Art der Wärmedämmung werden üblicherweise geschlossenporige Schaumstoffmaterialien verwendet.“

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Bild 4: Die R979S gibt es in drei unterschiedlichen Ausführungen
Bild: GIACOMINI GmbH

Dank der unterschiedlichen Ausführungen ist die Noppenplatte von Giacomini bei jeder Installation einer Fußbodenheizung optimal an die jeweiligen Anforderungen anpassbar und erleichtert Modernisierungen.

Info → Giacomini