Fußbodenheizung in der Modernisierung mit trittschalldämmenden Eigenschaften
In Nordwalde steht das Einfamilienhaus der Familie Wolters. Das ca. 140 m² große Objekt wurde 1958 erbaut. Im letzten Jahr entschied sich die Familie für eine umfassende Teilsanierung. Grund war ein Umzug vom Ober- in das Erdgeschoss. Aufgrund der in die Jahre gekommenen Technik, wurde eine komplette Entkernung der Haustechnik vorgenommen. Einer der Wünsche: Es sollte eine komfortable Fußbodenheizung mit schalldämmenden Eigenschaften montiert werden.
Bild 1: Das Haus der Familie Wolters wurde im Jahr 1958 erbaut
Das Haus der Familie (Bild 1) hat schon zahlreiche Veränderungen hinter sich gelassen. Seit dem Bau wurde in regelmäßigen Schritten in Modernisierungs-maßnahmen investiert.
Wurde nach dem Abschluss der Bauarbeiten noch mit Kohle geheizt, zog 1975 eine Öl-Zentralheizung ein. Damals ein wichtiger Schritt, um effizienter mit den Ressourcen umzugehen und umweltbewusster heizen zu können.
Schnell wurde klar, dass auch dieser Brennstoff nicht das Optimum darstellt. Daher wurde bereits Anfang der 70er Jahre auf Gas umgerüstet. Diesen Brennstoff nutzt die Familie noch heute.
Zeitgemäße Bedingungen schaffen
Bild 2: Das Erdgeschoss musste aufgrund des Umzugs modernisiert werden. Effizienz durch moderne Technik sollte zusammen mit der Familie Einzug halten
Mit der Entscheidung, das Obergeschoss zu verlassen und ins Erdgeschoss zu ziehen war klar, die Erneuerung des Heizsystems konnte nicht der einzige Punkt auf der Agenda sein. Familie Wolters entschied sich für eine komplette Entkernung der unteren Ebene (Bild 2).
Die gesamte Stromversorgung wurde auf den neusten Stand gehoben. Auch die Gebäudehülle wurde energetisch saniert. Eine zusätzliche Luftschichtdämmung sollte das Objekt aufwerten und näher an den heutigen Baustandard bringen.
Für die Heizungsanlage wurde ein Spezialist ins Boot geholt. Mit der Heizungsservice S&K GmbH & Co.KG aus Steinfurt hat die Familie schon langjährige Erfahrungen. Daher stand es nahe, auch in diesem Bauvorhaben mit dem SHK-Betrieb zusammenzuarbeiten. Die gesamte Planung und Leitung des Projekts übernahm der Geschäftsführer Johannes Kolkmann.
Neben der Erneuerung des Wärmeerzeugers sollte auch eine effiziente Fußbodenheizung Einzug halten. Die Herausforderung lag darin, die aus architektonischen Gründen niedrigen Aufbauhöhen einzuhalten. Zudem wünschte sich die Familie eine Verbesserung des Trittschalls in dem bis dato hellhörigen Gebäudes.
Nach Prüfung diverser Produkte fiel die Wahl auf den Qualitätshersteller herotec aus Ahlen. Dieser bietet ein System, dass die Estrichhöhen von teilweise 4 cm einhalten und zudem eine Trittschallverbesserung von bis zu 28 dB gewährleisten konnte.
Leise und effizient
Verlegt wurde das tempusFLAT KLETT dB System des Herstellers. Es brachte alle Eigenschaften mit sich, die sich mit den Wünschen der Hausbewohner decken. Kolkmann: „Wir arbeiten sehr häufig mit den Systemen von herotec und sind überzeugt von deren Qualität.“ Zudem sei die Betreuung und das Engagement durch das geschulte Fachpersonal ein weiteres Kriterium. Die gesamte Etage wurde von dem alten Estrich befreit und neu aufgebaut.
Bild 3: Die 2 mm starke Kunstfaser-Deckschicht mit Klettwirkung und der werkseitig auf der Unterseite aufgebrachten 8-mm-Trittschallbahn des tempusFLAT KLETT dB Systems wird sauber auf dem Rohfußboden aufgebracht
Bei dem tempusFLAT KLETT System im Allgemeinen handelt es sich um eine 2 mm starke Kunstfaser-Deckschicht mit Klettwirkung (Bild 3), für Konstruktionen mit Estrich nach DIN 18560 oder mit Spezialestrichen in niedriger Bauweise.
Mit dem dazugehörigen herotec-Rohr mit Klettbandummantelung in der Dimensionen 16 x 2 mm konnte so eine Verlegung mit gleich-bleibendem Rohrabstand und sauberem Erscheinungsbild in kurzer Zeit realisiert werden. Durch die starke Haftung wurde überdies flächenbündig ein Aufschwemmen des Rohres beim Einbringen der Estrich- oder Spachtelmasse verhindert.
Die Trittschallverbesserung gelingt durch eine werkseitig auf der Unterseite aufgebrachte kaschierte 8-mm-Trittschallbahn. Das Vlies wurde auf den tragfähigen, sauberen und DIN-gerecht vorbereiteten Untergrund gelegt.
Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich, wie bei Familie Wolters, um Beton handelt oder einen Estrich, eine gebundene Ausgleichsschüttung, eine Dämmschicht oder um Holzuntergründe.
Bild 4: Um eine gegenüber Estrichanmachwasser dichte Fläche zu erhalten, sind alle Stöße durch die selbstklebende Überlappung von 50 mm verklebt worden
Um eine gegenüber Estrichanmachwasser dichte Fläche zu erhalten, ist eine selbstklebende Überlappung von 50 mm an dem Stoß vorhanden (Bild 4), die von den Monteuren sauber verklebt wurde. Die Einbringung war für die erfahrenen Fachinstallateure ebenfalls keine Hürde. Das lag u.a. daran, dass die Lösung auf einer Rolle mit den Abmaßen 1300 x 8000 cm (B x L) geliefert wurde.
So konnten die Räume schnell und sauber ausgelegt werden. Für das Ablängen war kein spezielles Werkzeug von Nöten. Es kann wie ein Malerfließ mit der Schere oder mit einem scharfen Messer geschnitten werden (Bild 5).
Nachdem der Untergrund vorbereitet war, wurde das mit Klettband umwickelte Rohr tempus-al light PE-RT/AL/PE-RT KLETT auf Basis der vorher berechneten Heizlast installiert (Bild 6).
Bild 5: Die Auslegung ging leicht von der Hand, da das Material mit dem Messer oder einer Schere einfach zugeschnitten werden kann
Installateur Florian Förster: „Die Montage ging leicht von der Hand. Durch die Flexibilität des Rohres hatten wir keine Probleme beim Abwickeln. Auch die Haftung war optimal. Das Rohr blieb da, wo es liegen sollte.“
Zukunftssicherer Wärmeerzeuger
Damit nicht nur die Wärmeübertragung in die Räume den geforderten Maßstab erhielt, wurde auch der Wärmeerzeuger erneuert. Familie Wolters wollte weiterhin auf Gas setzen, da sie in der Vergangenheit immer gute Erfahrungen damit verbunden haben.
Allerdings sollte die neue Anlage sparsamer mit dem Energieträger umgehen. Auch in diesem Punkt wurde die Firma Heizungsservice S&K GmbH & Co.KG beratend tätig und schlug die Kompetenz von Remeha aus Emsdetten vor. Letztlich entschied man sich für den Einsatz eines Gasbrennwertkessels der Baureihe Calenta Ace.
Bild 6: Nach erfolgreicher Auslegung der Klettschicht wurde das herotec-Klettrohr montiert
Der Wärmeerzeuger (Bild 7) wurde mit der überarbeiten Regelungsplattform Ace Control ausgeliefert. Zusammen mit dem Raumregler eTwist bietet diese große Vorteile in der Fernüberwachung sowie der Steuerung von kompakten Systemen.
Bild 7: Gasbrennwertkessel der Baureihe Calenta Ace aus dem Hause Remeha
Das T-Control Display bietet einfachste Bedienung mittels selbsterklärender Symbole und einfacher Menüstruktur.
Auch im Bereich der Servicefreundlichkeit punktet das Gerät laut Kolkmann: „Das Gehäuse verfügt über eine LED-Innenbeleuchtung, alle Komponenten sind problemlos erreichbar, und die Leitungen im Gerät lassen sich mit Clips schnell und einfach lösen, was für unseren Kundendienst eine echte Bereicherung darstellt“. Zudem sind die Geräte neu mit einer weißen Isolierung im Inneren ausgestattet, was zusätzlich für eine bessere Sicht sorgt.
Genau wie viele moderne PKWs zeigt der Calenta Ace überdies bei Bedarf selbst an, wann eine präventive Wartung ansteht. Das Gerät gibt rechtzeitig vorher über den Regler eine Meldung an den Anwender aus, die einen Servicecode A, B oder C enthält. Jeder Code steht für einen bestimmten Wartungstyp, vergleichbar mit großer und kleiner Inspektion beim Auto.
Fazit
Nicht nur das Installationsunternehmen ist zufrieden mit dem Ergebnis. Auch die Bauherren sind erleichtert über den schnellen und unkomplizierten Baufortschritt. „Es war sehr unkompliziert. Auf Fragen und Anregungen wurde stets adäquat seitens der ausführenden Firma und der Hersteller reagiert. Wir sind positiv überrascht, hört man doch viel über Probleme gerade während der Bauzeit“, erklärt Frau Wolters.
Durch die neue Fußbodenheizung in Verbindung mit dem modernen Wärmeerzeuger und der zusätzlichen Luftschichtdämmung erwartet die Familie erhebliche Energieeinsparungen in den kommenden Jahren.
Bautafel
Bild 8: Mit den fest fixierten Rohrleitungen lässt sich auch der Estrich einfach einbringen Bilder: herotec Flächenheizung GmbH, Ahlen
Objekt: Einfamilienhaus, 48356 Nordwalde, 100 m² Wohnfläche im Untergeschoss
Planung und Montage der Heizungstechnik: Johannes Kolkmann (GF), Heizungsservice S&K GmbH & Co.KG, Junkersstr. 9, 48565 Steinfurt
Material für Fußbodenheizung: tempusFLAT KLETT dB, tempus-al light PE-RT/AL/PE-RT KLETT 16 x 2 mm (Bild 8)
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