Emissionsfrei auf dem Lastenfahrrad zum Kunden

SHK-Fachverkauf in Freiburg/Breisgau bietet Fachhandwerkern alternative Transportmöglichkeit
Stressiger Stadtverkehr? Kilometerlange Staus in der City? Nervige Parkplatzsuche? Verschärfte Vorschriften für das Entladen von Lieferfahrzeugen? Erschwerte pünktliche Auslieferung von Waren? Das ist in Freiburg auch für Handwerker ein Thema.
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Michael Hanisch, Prokurist und Gesamtniederlassungsleiter bei Reisser in Freiburg (links) hat sich im Fachgeschäft von Dominik Langer (rechts) rund um das passende Lastenfahrrad beraten lassen

Der SHK-Großhändler Reisser schafft nun Abhilfe: Ab sofort steht ein Lastenfahrrad zur Verfügung, mit dem der Weg zum Auftrag und der Transport von Waren schneller, einfacher und vor allem auch umweltfreundlicher gelingt. Über die nachhaltige Lösung freut sich nicht nur der Niederlassungsleiter, auch Kunden zeigen sich bereits begeistert.

Freiburg hat sich als grüne City und als Vorreiter in verschiedenen Bereichen der urbanen Transportmöglichkeiten einen Namen gemacht. Lastenfahrräder sind seit mehr als 15 Jahren in der Breisgauer Universitätsstadt ein Thema, viele Menschen sind auf Drahteseln unterwegs. Auch immer mehr Unternehmen, speziell kleinere Handwerksbetriebe, nutzen die Möglichkeiten, die sich erst recht durch E-Bikes ergeben. Während der öffentliche Raum für Kraftfahrzeuge deutlich zurückgebaut wird, zeigen sich innovative Verkehrskonzepte als erfolgreich. Denn viele Menschen wollen keine Masse mehr an Autos in den Städten haben.

Die Verantwortlichen des Reisser Fachverkaufs in der Freiburger Günterstalstraße haben sich dazu ihre ganz eigenen Gedanken gemacht – und nach einer Lösung gesucht. „Unser Standort in der Innenstadt, mitten im recht engen Gründerzeit- und Jugendstilviertel Freiburg-Wiehre, hat uns dazu bewogen, noch intensiver über Ökologie, Nachhaltigkeit und Ressourcen nachzudenken“, sagt Michael Hanisch, Prokurist und Gesamtniederlassungsleiter in Freiburg. Gemeinsam mit der Fachverkaufsleiterin Doris Kanzinger wurde die Idee geboren, ein Lastenfahrrad mit Elektroantrieb anzuschaffen.

Handwerker lassen den Transporter jetzt stehen

Binnen einem halben Jahr klappte die Realisierung: Der Reisser-Vorstand war schnell überzeugt, verschiedene Lastenfahrräder wurden beim Fachgeschäft „fahrradspezialitäten“ ausprobiert, und das ausgesuchte Modell in der Firmenzentrale mit dem Logo beschriftet. Ab sofort können Handwerker ihren Transporter stehen lassen und das Lastenfahrrad nutzen, um zur Baustelle oder einem Auftraggeber zu fahren. Reisser bietet das als kostenlosen Service an.

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Wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht, ist für die Auszubildende Maike Gimbel das Lastenfahrrad ein echtes grünes Vehikel – und passt ideal als Beispiel in ihrer aktuellen Projektarbeit
Bilder: Reisser

Christian Stather hat sich bereits auf das neue E-Lastenfahrrad geschwungen und dreht die ersten Runden. Der Geschäftsführer der E. Stather GmbH ist von dem neuen Angebot begeistert: „Das ist ein guter Baustein, um CO₂ einzusparen und etwas für die Umwelt zu tun. Wir bedienen hauptsächlich Stadtkunden, kümmern uns um Altbausanierung und Kundendienst. Gerade für alles, was in Fußentfernung ist, bietet sich das Lastenfahrrad an.“

Das Kerngeschäft des SHK-Handwerksbetriebes sind Installations- und Sanitärarbeiten – und das seit 111 Jahren und in vierter Generation. „Wir sind Gestalter für Wasser und Wärme, Bad, Alternativenergien, Gebäudesanierung und Service. Zeitgemäße Konzepte sind uns wichtig – daher finden wir das E-Lastenfahrrad super.“

Anders als handelsübliche Lastenfahrräder steht das Reisser-Modell auf drei Rädern, was die Fahrsicherheit deutlich erhöht. Die vorne angebrachte Holzkiste ist geräumig und mit einem Regenschutz versehen.

Ob Waschbecken, Armatur oder WC-Sitz: Darin lassen sich Handwerkskoffer, Werkzeug und Material optimal verstauen und befördern.

Der SHK-Profi Stather regt ergänzend dazu an: „Unter der Ladefläche lassen sich die Boxen mit allerlei Kleinteilen befüllen. Ob Dichtungen oder Fittings, ob Siphon oder Eckventil: So hätte der Monteur manches dabei, was er im Notfall oder für spontane Zusatzaufträge benötigt.“ Bisher wurde in dem Freiburger Betrieb ein sehr alter Handkarren genutzt, um Kunden in der Nähe zu besuchen. Jetzt will das Stather-Team ausprobieren, wie praktikabel das Lastenfahrrad ist. „Auch ein Express-Lieferdienst wäre noch anzudenken – wenn der Monteur kurzfristig ein Ersatzteil braucht oder Kleinteile vergessen hat, könnte Reisser per E-Bike das schnell heranschaffen.“

Umweltschonend, nachhaltig und flexibel

E-Antrieb statt Verbrennungsmotor, CO₂-neutrale und emissionsfreie Auslieferung: Unter dem Umweltaspekten sieht sich Reisser auf dem richtigen Weg. Dass die Ära vorbei ist, in der Kleinteile in Innenstädten mit dem 7,5-Tonner ausgeliefert werden, davon ist Hanisch überzeugt: „Das große Thema der Zeit ist Ressourcenschonung. Fahrräder haben da mehr als nur einen Symbolcharakter. Es macht ökologisch doch Sinn, Mobilität neu zu denken.“ Jetzt gehe es um Antworten auf infrastrukturelle und verkehrsspezifische Entwicklungen und um die entscheidenden Faktoren des Klimaschutzes.

„Das Lastenfahrrad entspricht dem Zeitgeist. Umweltschonend, nachhaltig und schnell ist das Transportmittel, es hat eine hohe Dynamik, große Flexibilität und zeigt unseren Umweltgedanken als Dienstleister“, erklärt Hanisch. Der Reisser-Experte wünscht sich, dass die Idee noch viele Nachahmer findet. Gleichzeitig weiß er von den Grenzen seiner Vision: „Das Lastenfahrrad eignet sich im urbanen Raum. In ländlichen Gegenden oder bei großen Produkten müssen wir noch auf die üblichen Transporte zurückgreifen. Doch in Ballungsräumen wie Stuttgart, Mannheim oder Karlsruhe ist die Alternative durchaus realisierbar.“

Info → Reisser